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Endlich ist es soweit! Mit grosser Begeisterung haben am vergangenen Montag 5 unserer „Nachsorgler“, Praktikanten und ein Gast mit einem von der Regierung subventionierten alternativen Lernprogramm begonnen. Dieses Programm ist speziell auf junge Menschen ausgerichtet, die die Schule abgebrochen oder nie besucht haben. Ziel der Maßnahme, die von unserem philippinischen Mitarbeiter James durchgeführt wird, ist es den Abschluss der Elementarschule zu erwerben um dann die weiterführende Schule (Highschool) besuchen zu können.
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Bernhard, seit 6 Monaten in der Nachsorge, nimmt an einem Kurzzeittraining vom Arbeitsamt für Näher teil. Den Weg zum Schulungszentrum bestreitet er mit einem klapprigen Drahtesel, geliehen von der Reha.
Am Ende eines der Schultage, eine Lektion aus dem wahren Leben, muss er leider feststellen, dass nicht angeschlossene Fahrräder schnell einen neuen Besitzer finden…
In der Reha nehmen die Mitarbeiter die Sache auf und entschließen sich zu einem Rundmail an Freunde und Missionare in Manila. Siehe da, Dank sei Gott, schnell ist nicht nur Ersatz für den verlorenen Trethobel gefunden, es können sogar noch drei weitere Nachsörgler mit Fahrrädern ausgestattet werden!
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Joseph, 30 Jahre und erfolgreicher Absolvent unserer Drogentherapie, ist im Rahmen seines Nachsorgeprogramms auf Arbeitssuche gewesen.
Unterwegs in der Stadt, empfindet er eine innere Stimme, die ihm sagt: „schau doch mal auf der anderen Straßenseite“.
In einer Elektrofirma gibt es einen Aushang für ein Stellenangebot und obwohl er eigentlich älter ist als im Profil gefordert, bekommt Joseph schließlich den Job.
Im Vorstellungsgespräch hört er: „Wir haben jemanden mit christlichem Hintergrund für diese Aufgabe gesucht“.
Inzwischen ist er zu einem Training der Firma im Süden der Insel eingesetzt. Eine ganze Menge neuer Herausforderungen, aber die leise und sanfte Stimme Gottes wird ihn auch dort begleiten und führen.
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Mit 13 Kindern haben wir das Jahr 2009 abgeschlossen. Wir sind dankbar fuer alle guten Entwicklungen und Gottes Hilfe in vielen kleinen und grossen Noeten!
Pro Tag werden im Durchschnitt 110 Windeln gewechselt und gewaschen, 50 Milchflaschen und 25 Milchbecher verabreicht. Pro Woche werden etwa 30kg Reis gegessen.
5 Kinder sind adoptiert worden
5 Kinder mit der Familie wiedervereinigt worden
12 Kinder warten auf die adoptive Eltern in den naechsten Wochen.

Bewohner der Arche Noah
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Das staedtische Elektrizitaetswerk wollte den Kindern in der Arche Noah ein Weihnachtsfest ermoeglichen. Sie wollten aber 60! Kinder, so haben wir die Kinder aus den benachbarten Sqattern eingeladen und einen wunderbaren Nachmittag zusammen genossen. Essen, Tanzen, Lichterglanz und Geschenke. Muede und gluecklich haben wir die Kinder am Abend nach Hause gebracht. 
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“Ate”(große Schwester), unser Freund ist tot. „ So empfingen mich die kleinen Mädchen an der Straßenecke, wo wir regelmäßig Besuche bei den Straßenkindern machen. Auf einem Stück Pappe kauern ein paar Mädchen. „Was ist passier?“ frage ich erschrocken. Die Gruppe von Straßenkindern war den Tag zuvor zum Schwimmen an einen Fluss gegangen. Ein Junge, der neu in der Kinderbande war, sprang mutig von einer höheren Klippe ins Wasser. Als er im Wasser landete, kam er nicht mehr an die Oberfläche. Seine Freunde tauchten verzweifelt nach ihm, aber konnten nur noch den Tod des Jungen feststellen. Betroffen sitze ich mit meinen kleinen Freunden auf der Pappe auf der Straße und weiß nichts mehr zu sagen. Die Kinder suchen meine Nähe nach diesem traumatischen Erlebnis. Jenalyn (11 Jahre alt und bereits abhängig vom Klebstoffschnüffeln) bemerkt “ vielleicht kann ich irgendwann mal bei euch wohnen?“ Das Father’s House ist für Kinder wie sie, um die sich sonst niemand mehr kümmert. „Ja“, sage ich und hoffe, dass sie ihre Meinung nicht ändert. 
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Am Nachmittag haben wir kleine Geschenke vorbereitet (die wir dann leider vergessen haben…) Essen gekocht und in kleine Portionen verpackt. Alles Essen, Gitarre, Lautsprecher und Musik mit unseren ganzen Leuten haben wir in zwei Autos verteilt und sind anschließend nach Payatas gefahren. Am Anfang gab es einfach nur Zeit mit “sein”, Leute begrüße, warten bis den meisten bescheid gegeben wurde oder es sich herum gesprochen hatte dass wir da sind. Danach gab es einige Lobpreislieder (alle auf Tagalog… schade, aber englisch verstehen nicht so viele) mit einer kurzen Message über Weihnachten/Licht sein und zum krönenden Abschluss Abendessen für alle. Es war schon ein wenig chaotisch aber trotzdem ein wahnsinniges gutes Gefühl Essen und Trinken geben zu können.

Viele von den Jugendlich aber auch Erwachsenen arbeiten als “Springer”. Das heißt sie springen auf noch fahrende Müllwagen auf, suchen sich noch die besten Teile aus dem Müll und verkaufen ihn anschließend. Die Arbeitszeiten von vielen sind von 4 Morgens bis 17 Uhr Nachmittags!!! und nicht nur von Montag bis Freitag, sondern 7 Tage die Woche. Der Verdienst ist um die 300-700 Peso die Woche (umgerechnet 3€) mit der die ganze Familie versorgt werden muss. Und da hin gehst du mit frischen Klamotten, frisch geduscht, dem Wissen dass du morgen was zum Essen im Kühlschrank hast und versuchst etwas von der Liebe Gottes weiter zu geben. Ich habe da noch mal angefangen an zu überlegen, was für ein Reichtum viel jeder von uns hat!

Aber die Philippinos sind sowas von ein lachendes Volk, dass trotz widrigsten Bedingungen, kaputten Familien und ohne wirkliche Zukunft immer noch lachen kann und sich echt freut, wenn man stolz seine Wellblechhütte zeigen kann. Das Volk ist einfach ein riesiges Steh-Auf-Männchen von dem ich echt viel mit nehmen will und lernen will bei allem etwas gutes zu sehen!
Mich hat der Abend echt beeindruckt und bin jetzt um ein ganzes Stück gewachsen was die Sicht auf das Leben betrifft!
Jonas Lange leistet den “anderen Dienst im Ausland” (ADIA) im Set Free Center